Zu Besuch im Kehler Rathaus

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Einen spannenden Einblick in die Kommunalpolitik erhielt die Klasse 8c des Einstein-Gymnasiums bei ihrem Besuch im Kehler Rathaus. Dort nahm sich Oberbürgermeister Wolfram Britz Zeit, um mit den Schülerinnen und Schülern über seine Arbeit, aktuelle Themen in der Stadt und die Bedeutung der Demokratie zu sprechen.
Zu Beginn erklärte der Oberbürgermeister, welche Aufgaben die Stadt Kehl überhaupt hat. Viele Bereiche des täglichen Lebens werden auf kommunaler Ebene organisiert: Dazu gehören zum Beispiel Kindertageseinrichtungen, Schulen, Sportanlagen und Schwimmbäder, aber natürlich auch so wichtige Bereiche wie die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung. Die Stadtverwaltung sorgt dafür, dass diese Einrichtungen funktionieren. Gleichzeitig gibt es noch den gewählten Gemeinderat, der wichtige Entscheidungen für die Stadt trifft und im Bürgersaal tagt, in dem auch die 8c Platz nehmen durfte.
Auch eine Frage, die viele interessierte, wurde offen angesprochen: Was verdient eigentlich ein Oberbürgermeister? Britz erklärte, dass das Gehalt gesetzlich geregelt ist und sich nach der Größe der Stadt richtet. Gemeinsam wurde auch darüber diskutiert, ob diese Bezahlung angesichts der hohen Zahl an Arbeitsstunden ein überdurchschnittliches Gehalt ist.
Ein aktuelles Thema in Kehl ist der geplante Neubau eines kombinierten Hallen- und Freibades, das ganzjährig geöffnet ist, auf dem Gelände des Kehler Freibads. Der Oberbürgermeister berichtete von den Herausforderungen eines so großen und teuren Projekts, bei dem die Planungen fast abgeschlossen sind. Letztendlich wird der Gemeinderat entscheiden, ob das Bad dann wirklich gebaut wird.
Besonders wichtig war Wolfram Britz ein anderes Anliegen: Er betonte gegenüber der Klasse noch einmal die große Bedeutung der Demokratie. Demokratie lebe davon, dass Menschen sich informieren und miteinander diskutieren und gemeinsame Lösungen suchen. Politisches Interesse und Engagement seien daher entscheidend für eine funktionierende Gesellschaft.
Auf die Frage, was ihm an seinem Beruf am besten gefalle, antwortete Britz, dass er besonders den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern schätze. Gleichzeitig motiviere ihn die Möglichkeit, durch sein Handeln auch dann konkrete Verbesserungen für die Stadt zu erreichen, wenn es sich nicht um rein städtische Projekte handelt. Als Beispiel nannte er den geplanten Neubau des Roten Kreuzes in Kehl, der auch die Ansiedlung eines Notarztes ermöglichen soll – ein Projekt, das direkt zur besseren medizinischen Versorgung der Bevölkerung beiträgt. Hier baut zwar nicht die Stadt, der OB konnte aber ein städtisches Grundstück vermitteln. Dies trägt nun dazu bei, dass eine ehemalige Gewerbebrache zum Wohle der Einwohnerinnen und Einwohner aktiviert werden kann.
Zum Abschluss bedankte sich die Klasse 8c herzlich dafür, dass sich der vielbeschäftigte Oberbürgermeister Zeit für ihren Besuch genommen hat. Für die Schülerinnen und Schüler war es eine interessante Gelegenheit, Kommunalpolitik einmal aus erster Hand kennenzulernen.


[Klm]

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