Exkursion des Physik-Leistungskurses

Am Mittwoch, den 11. März 2026, besuchte der Physik-Leistungskurs der Jahrgangsstufe J2 gemeinsam mit seiner Lehrerin Frau Ögütür das Physikalische Institut der Universität Freiburg. Die Exkursion bot den Schülern spannende Einblicke in aktuelle Forschungsfelder der modernen Physik und in den Alltag wissenschaftlicher Arbeit. Organisiert und vorbereitet wurde dieser erlebnisreiche Nachmittag von Prof. Dr. Horst Fischer aus der Arbeitsgruppe der Experimentellen Astroteilchenphysik, einem ehemaligen Professor von Frau Ögütür. Ein herzliches Dankeschön dafür, dass er für den Kurs ein so abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt hat.
Nach der Ankunft wurden die Teilnehmer im Physikhochhaus empfangen. Den Auftakt bildete eine Führung durch das Astroteilchenphysiklabor, bei der über aktuelle Forschung zur Dunklen Materie berichtet wurde. Dabei erfuhren die Schüler unter anderem, mit welchen experimentellen Ansätzen Wissenschaftler versuchen, diese bislang noch nicht direkt nachgewiesene Form von Materie zu beobachten. Vorgestellt wurden verschiedene internationale Experimente, darunter das Xenon-Experiment, LZ sowie die geplante Testplattform „DARWIN Pancake“.
Anschließend teilte sich der Kurs in zwei Gruppen, um unterschiedliche Labore zu besuchen. In einem der Labore erhielten die Schüler Einblicke in Experimente zu quanten- und atomphysikalischen Phänomenen. Besonders beeindruckend war eine sogenannte Atomfalle, mit der einzelne Atome unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden können.
Die andere Gruppe besichtigte ein Labor der Ultrakurzzeitphysik. Dort wurde eine komplexe Apparatur zur Spektroskopie von Molekülen vorgestellt. Das Experiment fand in einem speziell kontrollierten Labor statt, das unter strengen Bedingungen nahezu staubfrei gehalten wird und in dem Temperatur und Druck konstant bleiben müssen. Die Schüler konnten unter anderem sehen, wie ein leistungsstarker Laser mit einer Wellenlänge von etwa 1000 Nanometern – für das menschliche Auge unsichtbar – mithilfe spezieller optischer Verfahren in verschiedene Wellenlängen sichtbaren Lichts umgewandelt wird. Auch die leistungsfähigen Vakuumpumpen, die mit bis zu 1000 Umdrehungen pro Sekunde arbeiten, verdeutlichten die technischen Anforderungen moderner physikalischer Experimente.
Nach den Laborbesuchen tauschten die beiden Gruppen, sodass alle Teilnehmer Einblicke in beide Forschungsbereiche erhalten konnten. Während der gesamten Exkursion bestand außerdem die Möglichkeit, Fragen zu den Experimenten, zu aktuellen Forschungsprojekten sowie zum Physikstudium zu stellen.
Der Besuch bot den Schülern nicht nur faszinierende Einblicke in moderne physikalische Forschung, sondern auch wertvolle Eindrücke für ihre Studien- und Berufsorientierung. Den Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Abendessen in Freiburg, bevor die Gruppe anschließend die Rückreise antrat.


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