Rind, Schwein, Pute oder Tofu?
Für die angehenden Einstein-Chemiker:innen sollte dies ein besonderer Tag werden – Praktikum im Karlsruher Institut für Technologie (KIT), endlich einmal in einem professionell ausgestatteten Labor experimentieren!
Die Anfahrt mit der Deutschen Bahn war jedoch voller Tücken. Und so grenzte es fast schon an ein Wunder, dass wir trotz Zugausfall und verspätetem Anschluss nur mit leichter Verspätung am Campus Nord ankamen.
Herr Dr. Plaga und sein Assistent empfingen uns freundlich und führten uns zunächst in die theoretischen Hintergründe des Praktikums ein, was eine gute Wiederholung des aktuellen Unterrichtsstoffes, der Proteinchemie, darstellte. Zwei Aufgaben gab es praktisch zu lösen. Zum einen sollte mittels Protein-Fingerprint (Gelelektrophorese) herausgefunden werden, ob es sich bei einer Lebensmittelprobe um Schwein, Rind, Pute oder Tofu handelt. Im zweiten Experiment musste der Proteingehalt eines Fitnessgetränks mittels Fotometrie gemessen werden.
Nun ging es endlich ins Labor! Jetzt konnte der Leistungskurs seine praktischen Fähigkeiten unter Beweis stellen: hochmotiviert wurde pipettiert, zentrifugiert, extrahiert, geschüttelt und gerührt ...und so schafften wir es, die Elektrophoresekammern noch vor der Mittagspause zu starten.
Nach der verdienten Stärkung in der Mensa ging es gleich weiter. Zahlreiche weitere Arbeitsschritte waren notwendig bis endlich die experimentellen Ergebnisse vorlagen und ausgewertet werden konnten. Um es kurz zu machen: Die untersuchte Probe bestand aus Rindfleisch, was eindeutig durch ein typisches Proteinbandenmuster zu erkennen war. Beim Fitnessgetränk entsprach der gemessene Proteingehalt den Herstellerangaben. Es zeigte sich also, dass die angewandten biochemischen Methoden eine wichtige Rolle bei der Analyse von Lebensmittel spielen.
Mit dieser Erkenntnis und vielen tollen Eindrücken traten wir die Rückfahrt mit der Bahn an, die reibungslos verlief, ein Glück!
[Boc]




















