Schule der Zukunft: „Einstein-Google Data Center“ ab Schuljahr 2027/28

Es ist ein Projekt der Superlative und der Schlüssel für die Zukunft des Lernens: Das neue „Einstein-Google Data Center“ soll das Tor zu einer kompletten Transformation der Schullandschaft in Kehl öffnen. 35 Millionen Euro investiert der Google-Konzern hierfür, um am Standort des alten Hallenbads wichtige Kapazitäten für ein neues KI-Rechenzentrum zu schaffen.

„Einstein“-Schulleiter Georg Pelzer ist hocherfreut von der Investition des Tech-Giganten: „Es ist eine echte Win-win-Situation. Google erhält Raum und Fläche, die der Konzern dringend für seine KI-Strategie benötigt. Wir als Schule werden Teil der Google-Familie.“ Dass als Nebeneffekt die Ruine des Hallenbads verschwindet, begrüßt Pelzer: „Natürlich müssen auch Sporthalle und Hebelschule für das Rechenzentrum weichen (und in der Ausbaustufe 2 die Beruflichen Schulen Kehl), aber langfristig fällt das nicht ins Gewicht: Innovation braucht mutige Schritte.“

Viele Vorteile liegen auf der Hand und zeigen sich bereits in der ersten Hyperscaler-Zentrale („Das Auge“), die der stellvertretende Schulleiter Arne Bleckmann steuert: „Mit der Google-Technologie können wir Schülerhirne und Teile des Schulgebäudes ausleuchten, die uns bisher
nicht zugänglich waren.“ Dabei ist jede Person auf dem Schulgelände künftig über eine Gesichtserkennungssoftware identifizierbar: „Keine Schüleräußerung, ob richtig oder falsch, ob in Unterricht oder großer Pause, Klassenzimmer oder Toilette, geht uns durch Kameras und Sensoren verloren: Das ist ‚Deeper learning‘ – hoch zehn“, zeigt sich Bleckmann begeistert.

Wird die enge Kooperation mit Google nicht aber auch zu kritischen Nachfragen in der Schulgemeinschaft führen? „Quatsch“, erklärt der neue Datenschutzbeauftragte Friedrich Graffmann. „Die meisten persönlichen Daten geben die Schüler sowieso freiwillig ab. Die nutzen KI schon heute für Hausaufgaben und Klausuren, wir schließen nur Lücken im System.“ Seine persönliche Erfolgsbilanz: Ein Rückgang beim Vandalismus auf den Schüler-WCs um 99,8 Prozent. Auch der für die neue Unterstufe geplante implantierbare KI-Chip soll datenschutzkonform sein und der Gesamtkreislauf energieeffizient werden: „Die heiße Luft, die manche Schüler und Kollegen produzieren, speise ich in Zukunft direkt wieder ins Netz“, ist Graffmann überzeugt. Mit dem Rest werde die Kaffeemaschine im Lehrerzimmer versorgt.

EG: Einstein und Google das scheint somit auf vielen Ebenen zusammenzupassen. Auch wenn noch nicht jedes Detail geklärt ist, soll am 1. April 2028 das „Einstein-Google Data Center“ seine volle Auslastung erreichen.

[Hbr, 1. April 2026]