Englandfahrt zur „Seaside of life“
Ungewöhnlich früh lag in diesem Schuljahr die beliebte England-Fahrt der 8. Klassen am Einstein-Gymnasium. Fand der „Educational Stay“ zuletzt noch kurz vor den Sommerferien statt, brachen 71 Schüler:innen und fünf begleitende Lehrkräfte bereits in der vorletzten Märzwoche mit dem Bus in der Vogesenallee auf. Am späten Nachmittag war die Fähre in Calais erreicht und nach einer kurzweiligen Überfahrt wurden die Kreidefelsen von Dover sichtbar. In Bexhill-on-Sea warteten bereits die Eltern der Gastfamilien, in denen die Achtklässler:innen für die nächsten Tage unterkommen sollten. Hier konnten die Englischkenntnisse aus dem Unterricht in der Praxis angewendet werden und Klischees über die englische Küche überwunden oder bestätigt werden: Bohnen auf Toastbrot, Chicken Wings, Pasta und Pizza gehörten fortan zur Abendverpflegung der deutschen Gäste.
Das Ausflugsprogramm startete am folgenden Tag mit einer Küstenwanderung nach Hastings, vorbei an blühendem Ginster, knorrigen Bäumen und idyllischen Schafherden. In Hastings eroberten die Schüler:innen Pier und Innenstadt und bezahlten mit den ersten Pfund Snacks und Souvenirs, bevor es zur „Smuggler’s Adventure“ ging. In dem verzweigtem Tunnelsystem wurde das blutige und (phasenweise) einträgliche Geschäft der Schmuggler nähergebracht. Im Anschluss fiel der Startschuss für die traditionelle Tauschaufgabe: In Gruppen zogen die „Einsteiner:innen“ zurück in die Innenstadt, um eine Tüte Gummibärchen möglichst oft mit Einheimischen zu tauschen, was wieder zu vielen kreativen Ergebnissen führte. So landeten beispielsweise eine klobige Vase, eine große Micky-Maus-Puppe und sogar ein Gemälde auf den Sitzen bei der Rückfahrt.
Kondition und Orientierungsvermögen waren gute Voraussetzungen, um den nächsten Tag in London genießen zu können. Mit der U-Bahn („The Tube“) fuhr die „Einstein“-Gruppe bis zur Westminster Abbey und begann ihren Spaziergang an der Themse entlang bis ins Viertel „Covent Garden“. „Das Herz der Straßenkunst“ wurde seinem Beinamen vollständig gerecht und sogar ein „Einsteiner“ fand sich als Statist in einer (umjubelten) Aufführung wieder. Nach der Mittagspause führte der Weg schließlich bis nahe der Tower Bridge, wo der Rückweg im London Underground angetreten wurde: Die Tages-Challenge, das U-Bahn-Ticket hierfür nicht zu verlieren und den Pendlerverkehr auf den Rolltreppen nicht durch falsches Stehen zu behindern, wurde (weitgehend) gemeistert.
Nur kurz zu Beginn und ganz am Ende trübten kleine Schauer die Stimmung am vorletzten Tag in Brighton. Mit seiner einladenden Promenade und dem Pier schlossen die Schüler:innen den Badeort (trotz einstelliger Temperaturen) schnell in die Herzen und genossen Sonnenschein und Wellengang, Einkaufsläden und Cafés. Ein Gang durch den das „British Empire“ verkörpernden Mogulpalast „Royal Pavillon“ und das Bummeln durch die Gassen des „North Laine Bazars“ rundeten den Besuch in Brighton ab. Schon galt es, sich von den Gastfamilien zu verabschieden und den Rückweg am letzten Tag nach Dover anzutreten. Mittelalter und Weltkriegszeit verschmolzen hier in Gestalt des eindrucksvollen Dover Castle mit seinen Bollwerken und „Wartime tunnels“. Grenzkontrolle, LKW-Panne auf der Fährrampe, Seegang und eine Nachtfahrt konnten die Rückkehr der „Einstein“-Gruppe danach nicht stoppen. Rechtzeitig zum Unterrichtsbeginn am Freitagmorgen, aber glücklicherweise davon befreit (man war ja schließlich auch am Sonntagmorgen gestartet), kamen die Schüler:innen wieder am „Einstein“ an – vermutlich mit vielen lustigen und schönen Erinnerungen an eine Englandwoche (ohne englisches Wetter), die die Schulzeit überdauern werden. Die Organisation des „Educational Stay“ lag wieder in den Händen der „Einstein“-Lehrkräfte Patricia Knoll und Julian Wussler.
(Hbr)





















