Chausse tes baskets!

Schüler des Einstein-Gymnasiums und des Straßburger Lycée St. Etienne haben durch sportliche Aktivitäten die Europäische Menschenrechtskonvention besser kennengelernt.

(Von Nathalie Schneider: Kehler Zeitung)

Was haben die Europäische Menschenrechtskonvention und Boxen gemeinsam? Um das herauszufinden, war der französische Verein „Regards d’Enfants“ (zu Deutsch: Aus der Sicht von Kindern) am Montag zu Gast am Kehler Einstein-Gymnasium.

Spielerisch und sportlich setzten sich die Zehntklässler des Gymnasiums gemeinsam mit Gleichaltrigen des Straßburger Lycée St. Etienne mit dem Thema Menschenrechte auseinander: Sie spielten in der Mannschaft miteinander Basketball, respektierten ihr Gegenüber beim Boxen, sicherten sich gegenseitig an der Kletterwand und diskutierten zusammen bei einem Planspiel. Und das alles "aus der Sicht von Kindern" – neugierig und offen.

„Sie sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen“, erklärt Einstein-Lehrerin Miriam Klemm, die die Jugendlichen an der Kletterwand beaufsichtigt. Schon mehrmals habe das „Einstein“ mit dem Verein und dem Lycée zusammengearbeitet und diese deutsch-französische Schülerbegegnung angeboten.

Aber was sind nun die Gemeinsamkeiten zwischen Sport und den Werten, die in der Europäischen Menschenrechtskonvention verankert sind und vermittelt werden? „Freiheit, Respekt, Kooperation, Toleranz“, zählt Guy Borg nur einige auf. Der 78-Jährige ist seit rund zehn Jahren Ehrenamtlicher im Verein, der im kommenden Jahr 20-jähriges Bestehen feiert. Ziel des Vereins „Regards d’Enfants“ ist es, Kinder und Jugendliche für Menschenrechte zu sensibilisieren. Deshalb bieten die zehn Ehrenamtlichen mehrere ganzjährige Aktionen für Schüler unterschiedlichen Alters an. Am „Einstein“ ist unter anderem der Sport Mittel zum Zweck.

Nachmittags geht es für die Schüler dann in einem Vortrags- und Diskussionsteil noch einmal vertieft ans Thema Menschenrechte und deren Werte. „Dadurch sind sie gezwungen, nachzudenken und sich untereinander auszutauschen“, merkt Borg an. Aspekte, um die es auch in der Demokratie geht, in der die Jugendlichen beider Nationen leben.

Dass das Projekt ausgerechnet im Mai stattfindet, ist Absicht. „Das ist der Monat Europas“, sagt Borg mit Enthusiasmus. Denn am kommenden Samstag ist „Europatag“ – wie jedes Jahr am 9. Mai.

Die Schülerinnen und Schüler haben zu unterschiedlichen Themen gearbeitet. Hier findet Ihr die Ergebnisse:

Liberté
Courage
Respect
Coopération